<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>dutchblog.de &#187; Esskultur</title>
	<atom:link href="http://dutchblog.de/tag/esskultur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://dutchblog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 28 Feb 2010 18:00:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Kein helles Kalbfleich mehr</title>
		<link>http://dutchblog.de/2009/03/16/kein-helles-kalbfleich-mehr/</link>
		<comments>http://dutchblog.de/2009/03/16/kein-helles-kalbfleich-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 06:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Esskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dutchblog.de/konsum/kein-helles-kalbfleich-mehr/</guid>
		<description><![CDATA[Fast alle Superm&#228;kte in den Niederlanden haben zugestimmt kein helles Kalbfleisch mehr anzubieten. Die Anregung kam von den Tierschutzfreunden von &#8220;Wakker Dier&#8220;. Die Organisation f&#252;hrte im letzten halben Jahr eine intensive Kampagne. Sie begr&#252;nden ihre Unmut mit dem Anbieten von hellem, fast wei&#223;em Kalbfleisch mit der Aufzucht der Jungtiere. Diese K&#228;lber werden fr&#252;h nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fast alle Superm&#228;kte in den Niederlanden haben zugestimmt kein helles Kalbfleisch mehr anzubieten. Die Anregung kam von den Tierschutzfreunden von &#8220;</strong><a href="http://www.wakkerdier.nl/" target="_blank"><strong>Wakker Dier</strong></a><strong>&#8220;.</strong></p>
<p>Die Organisation f&#252;hrte im letzten halben Jahr eine intensive Kampagne. Sie begr&#252;nden ihre Unmut mit dem Anbieten von hellem, fast wei&#223;em Kalbfleisch mit der Aufzucht der Jungtiere. Diese K&#228;lber werden fr&#252;h nach der Geburt von ihren M&#252;ttertieren getrennt (das passiert allerdings bei allen K&#228;lbern) und anschlie&#223;end auf eine eisenarme Di&#228;t gesetzt, dies f&#252;hrt zu einer Blutarmut und daraus resultiert das helle Fleisch.</p>
<p>Zugesagt haben folgende Superm&#228;rkte: Aldi, Lidl, Plus, Jumbo, Boon, Coop, Dekamarkt, Hoogvliet, Nettorama, Poisz, Sanders, EM-Té, Spar und Vomar. Diese w&#252;rden den Verkauf entweder sofort oder in den n&#228;chsten Monaten einstellen. Bereits fr&#252;her stellten Dirk, C1000, Super de Boer, AH, Bas, Digros und Deen den Verkauf ein. Laut Wakker Dier wollen die Superm&#228;rkte Jan Linders und Boni den Verkauf fortsetzen.</p>
<p>Auf <a href="http://www.wakkerdier.nl/kalfjes/soorten_kalfsvlees.php" target="_blank">dieser Webseite</a> werden die unterschiedlichen Sorten von Kalbfleisch und deren Hintergrund dargelegt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dutchblog.de/2009/03/16/kein-helles-kalbfleich-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wo Gesund draufsteht ist nicht immer Gesund drin</title>
		<link>http://dutchblog.de/2009/03/05/wo-gesund-draufsteht-ist-nicht-immer-gesund-drin/</link>
		<comments>http://dutchblog.de/2009/03/05/wo-gesund-draufsteht-ist-nicht-immer-gesund-drin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 07:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Esskultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dutchblog.de/gesellschaft/wo-gesund-draufsteht-ist-nicht-immer-gesund-drin/</guid>
		<description><![CDATA[Teil 4. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten. Ich habe mal auf dem Grabbeltisch einer Buchhandlung einen amerikanischen, alternativen Amsterdam-Reisef&#252;hrer erworben. Es unterschied sich kaum von europ&#228;ischen Reiseb&#252;chern mit einigen Ausnahmen. Eine ellenlange Liste der Vor- und Nachteile von Coffeeshops. Eine Warnung vor europ&#228;ischen Krankenh&#228;usern, die US-Amerikaner f&#252;rchten sich wirklich vor den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>Teil 4. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten.</strong></p>
<p>Ich habe mal auf dem Grabbeltisch einer Buchhandlung einen amerikanischen, alternativen Amsterdam-Reisef&#252;hrer erworben. Es unterschied sich kaum von europ&#228;ischen Reiseb&#252;chern mit einigen Ausnahmen. Eine ellenlange Liste der Vor- und Nachteile von Coffeeshops. Eine Warnung vor europ&#228;ischen Krankenh&#228;usern, die US-Amerikaner f&#252;rchten sich wirklich vor den unzumutbaren hygienischen Umst&#228;nden in europ&#228;ischen Krankenh&#228;usern und eine eindringliche Warnung keineswegs ein &#8220;Broodje Gezond&#8221; zu essen. Dieses &#8220;gesunde Brot&#8221; w&#228;re eine Herzinfarkt verursachende Cholesterin-Bombe. Die haben Recht, die Amis. So ein l&#228;ngliches, nach einem Baguette anmutende Br&#246;tchen ist bestrichen mit dicker Butter, dar&#252;ber kommt fetter K&#228;se, garniert mit hart gekochten Eiern und zu guter Letzt wird diese Kreation &#252;bergossen mit sahniger Remouladenso&#223;e. Wohl bekommts.</p>
<p>Die damaligen Puritaner und Protestanten verstanden unter Gesund etwas v&#246;llig anderes als wir heute. Gesund war was stark machte, f&#252;r die harte Arbeit auf der Erde, die sp&#228;ter mit ewigem Gotteslohn vergelten worden w&#228;re, brauchte man in erster Linie eine Energiezufuhr, da kam ein solches gesundes Br&#246;tchen durchaus richtig. Heutzutage k&#246;nnte man bei Fitnessfreaks nur mit der alleinigen Aufz&#228;hlung der Zutaten eine Ohnmacht ausl&#246;sen. Es kommt halt immer auf die Perspektive an.</p>
<p>Wenn Touristen die Niederl&#228;nder freundlich gemeint darauf hinweisen das ihre Pommes Frites so lecker schmecken w&#252;rden, dann kommt es h&#228;ufiger vor das der Niederl&#228;nder sofort erw&#228;hnt: Aber erfunden haben es die Belgier. Ein kleines bisschen peinlich ist es ihnen schon, ihre Fritierwut. In den Niederlanden kommt alles in die Friteuse. Das Angebot an Fritiergut in den Tiefk&#252;hl-Theken der Superm&#228;rkte kann einen erschlagen. Die Wahrheit ist, Niederl&#228;nder lieben fritierte Speisen, sie sind schnell gemacht und schmecken gut, sind also praktisch und ern&#228;hrend. Im besten protestantischen Sinne. Mal ein kleiner Auszug aus den Fritierk&#246;stlichkeiten:</p>
<p><strong>Frikandellen:</strong> Hackfleisch in Wurstform, schmeckt wie es aussieht</p>
<p><strong>Loempia`s:</strong> Pfannkuchen gef&#252;llt und fritiert, mit Gem&#252;se, Ei und Fleisch (Chinesisch) oder mit Gem&#252;se und Kr&#228;utern (Vietnamesisch). In Deutschland bekannt unter dem Begriff &#8220;Fr&#252;hlingsrolle&#8221;. Dazu scharfe Chillisauce.</p>
<p><strong>Nasi oder Bami:</strong> Gebratener indonesischer Reis (Nasi) oder gebratene Nudeln (Bami), dazu scharfe Sambal Sauce, eine indonesische Spezialit&#228;t.</p>
<p><strong>Kroketten:</strong> Fleischragout mit Kartoffelp&#252;h in Paniermehl. In der kugelf&#246;rmigen Version auch bekannt als &#8220;<strong>Bitterballen</strong>&#8220;, ist mit einem St&#252;ck Gouda und Senf (Mayo, Ketchup) das Basis-Gedeck niederl&#228;ndischer Kneipen. Gibt es h&#228;ufig auch beim &#8220;<strong>borrelen</strong>&#8220;, H&#228;ppchenspeisen bei einem Empfang, Geburtstag oder &#228;hnlichem, dazu werden verschiedene Dips gereicht.</p>
<p align="center">Ich werde die Reihe in loser Form fortf&#252;hren.</p>
<p align="center"><a href="http://www.dutchblog.de/kultur/lekka-middagessen/" target="_blank">Teil 1.,</a> <a href="http://www.dutchblog.de/gesellschaft/von-bierchen-und-toetjes/" target="_blank">Teil 2.,</a> <a href="http://www.dutchblog.de/gesellschaft/rote-wasserballons-2/" target="_blank">Teil 3.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dutchblog.de/2009/03/05/wo-gesund-draufsteht-ist-nicht-immer-gesund-drin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rote Wasserballons</title>
		<link>http://dutchblog.de/2009/03/04/rote-wasserballons-2/</link>
		<comments>http://dutchblog.de/2009/03/04/rote-wasserballons-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 07:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Esskultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dutchblog.de/gesellschaft/rote-wasserballons-2/</guid>
		<description><![CDATA[Teil 3. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten. Als vor einigen Jahren die Deutschen die niederl&#228;ndischen Tomaten als rote Wasserballons abqualifizierten, fielen die niederl&#228;ndischen Erntebauern aus allen (Umsatz-)Wolken. Die Deutschen hatten den Geschmack entdeckt. Ups! Diese Reaktion hing nat&#252;rlich urs&#228;chlich mit der billigen Massenproduktion zusammen. Aber ein niederl&#228;ndischer Bauer w&#228;re nicht an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>Teil 3. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten.</strong></p>
<p>Als vor einigen Jahren die Deutschen die niederl&#228;ndischen Tomaten als rote Wasserballons abqualifizierten, fielen die niederl&#228;ndischen Erntebauern aus allen (Umsatz-)Wolken. Die Deutschen hatten den Geschmack entdeckt. Ups! Diese Reaktion hing nat&#252;rlich urs&#228;chlich mit der billigen Massenproduktion zusammen. Aber ein niederl&#228;ndischer Bauer w&#228;re nicht an der Weltspitze der Ernteertr&#228;ge wenn er nicht direkt eine L&#246;sung aus seinen Z&#252;chtungslinien im Angebot h&#228;tte. Die Bauern pappten ein gr&#252;nes Etwas oben an die Tomate, erh&#246;hten den Preis und die Marketing-Master sugerierten einen &#214;ko-Touch. Das ganze wurde dann als Strauchtomate verkauft. Alles Quatsch. Warum eine sogenannte Strauchtomate besser schmecken soll als andere &#8211; keine Ahnung &#8211; denn es stimmt schlichtweg nicht. Dieser geschickte Schachzug sollte nur die Zeit &#252;berbr&#252;cken bis tats&#228;chlich Tomaten mit Geschmack auf dem Markt erscheinen und diese sollen auch noch gut aussehen. Mit <a href="http://www.tastytom.nl/" target="_blank">Tasty Tom ®</a> Tomaten gelang es dann endlich. Vielleicht einer der Gr&#252;nde warum Niederl&#228;nder nicht gerne Tomaten essen, der durchschnittliche Verbrauch ist gegen&#252;ber Deutschland deutlich geringer. Vielleicht liegt es auch daran das die besten Qualit&#228;ten aus der niederl&#228;ndischen Zucht in den Export gehen, wenn ich beste, wirklich gut schmeckende niederl&#228;ndische Tomaten kaufen will, gehe ich auf einen deutschen Markt und (deutlich-) g&#252;nstiger ist es obendrein.</p>
<p>Apropo Zucht, weiss eigentlich noch jemand das Gurken urspr&#252;nglich <strong>nicht</strong> gerade sind?</p>
<p>In die Niederlande kamen, wie auch in Deutschland, immer mehr ausl&#228;ndische Arbeitnehmer, diese brachten ihre K&#252;chen mit, die fr&#252;her stark kalvinistisch gepr&#228;gte Esskultur verw&#228;sserte gl&#252;cklicherweise mit der Zeit. Aus den ehemaligen niederl&#228;ndischen Besitzungen in Asien str&#246;mten viele chinesische Arbeitnehmer Gl&#252;ck suchend in die Niederlande. Und es kamen nicht wenige, mittlerweile gibt es in jedem niederl&#228;ndischen Dorf einen Chinesen und mit den Chinesen kam auch die Magie in die Niederlande. Sie schafften es nicht nur das ihr Essen in fast jedem Restaurant gleich schmeckt, wenn ich beispielsweise Huhn mit Reis und Szechuan So&#223;e in Amsterdam bestelle, dann schmeckt dies genauso wie Huhn mit Reis und Szechuan So&#223;e in Eindhoven oder in jeder anderen Stadt. Ph&#228;nomenal, da kann sich der gro&#223;e Buletten Brater aus den USA noch etwas abschneiden. Aber ihr gr&#246;&#223;ter magischer Trick ist ein anderer: Wie schafft man es aus 15 Grundzutaten eine Karte mit 260 Gerichten zusammenzustellen. Pure Magie!</p>
<p>Durch den wirtschaftlichen Erfolg in China gehen den China-Restaurants hierzulande zunehmend die Arbeitnehmer aus. Vor einiger Zeit las ich eine Stellenanzeige, gesucht wurde ein Koch f&#252;r ein Restaurant. Bis hierhin nicht ungew&#246;hnliches. Dann kam die Grundvoraussetzung: flie&#223;end Kantonesisch sprechen. Viel Spa&#223; beim Suchen.</p>
<p>Wenn ich auf einen Markt Fisch einkaufe, schaue ich immer vor welchem Fischstand asiatisch aussehende Menschen stehen (der geneigte Leser m&#246;ge mir diese rassische Einteilung verzeihen, sie dient nur meinem k&#246;rperlichen Wohlbefinden und ist keineswegs b&#246;sartig gemeint), dort ist es zumeist g&#252;nstiger und es gibt diese glibbrigen Tentakel Fische die zwar, &#228;hem, gew&#246;hnungsbed&#252;rftig aussehen, aber nach der Zubereitung hervorragend schmecken.</p>
<p><strong>Und Morgen:</strong> Himmel oder H&#246;lle, in jedem Haushalt eine Friteuse und warum sich G&#228;ste vor einem &#8220;Broodje Gezond&#8221; (gesundes Brot) f&#252;rchten sollten.</p>
<p><a href="http://www.dutchblog.de/kultur/lekka-middagessen/" target="_blank">Teil 1.</a></p>
<p><a href="http://www.dutchblog.de/gesellschaft/von-bierchen-und-toetjes/" target="_blank">Teil 2.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dutchblog.de/2009/03/04/rote-wasserballons-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Bierchen und Toetjes</title>
		<link>http://dutchblog.de/2009/03/03/von-bierchen-und-toetjes/</link>
		<comments>http://dutchblog.de/2009/03/03/von-bierchen-und-toetjes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 07:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Esskultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dutchblog.de/gesellschaft/von-bierchen-und-toetjes/</guid>
		<description><![CDATA[Teil 2. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten. Niederl&#228;nder sind Weltmeister wenn es um den Konsum von Milch und &#8220;Toetjes&#8221; (Dessert, sprich: Tutjes) geht. Und sie h&#228;ngen gerne bei Gen&#252;ssen jeglicher Art die Verniedlichungsform &#8220;-jes&#8221; hinter die eigentlichen Bezeichnung. Obwohl eine Verniedlichung eigentlich nicht passt. W&#228;hrend in Deutschland die Nachspeisen in winzigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>Teil 2. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten.</strong></p>
<p>Niederl&#228;nder sind Weltmeister wenn es um den Konsum von Milch und &#8220;Toetjes&#8221; (Dessert, sprich: Tutjes) geht. Und sie h&#228;ngen gerne bei Gen&#252;ssen jeglicher Art die Verniedlichungsform &#8220;-jes&#8221; hinter die eigentlichen Bezeichnung. Obwohl eine Verniedlichung eigentlich nicht passt. W&#228;hrend in Deutschland die Nachspeisen in winzigen Becher<strong><em>chen</em></strong> in den K&#252;hlregalen der Superm&#228;rkte aufgereiht sind, kommen in den Niederlanden der Joghurt bzw. der &#8220;Vla&#8221; (ein d&#252;nner, sehr wohlscheckender Pudding, meistens mit Vanille-Geschmack) in gro&#223;en Literverpackungen ins Regal. Und diese Verpackungsgr&#246;&#223;e wird auch ben&#246;tigt denn Niederl&#228;nder naschen gerne. Es d&#252;rfte kein deutsches Kind geben, das einmal im Urlaub in den Niederlanden war und keinen Vla mochte. Es ist eine der beliebtesten Mitbringsel aus dem Urlaub.</p>
<p>Es gibt auch eine Vielzahl an &#8220;Snoepjes&#8221; (S&#252;&#223;igkeiten), geschweige denn an Lakritz-Variationen. Viele der besonders stark schmeckenden Lakritze d&#252;rfen in Deutschland nur Apotheken verkaufen. In den Niederlanden werden sie von allen Superm&#228;rkten gef&#252;hrt.</p>
<p>Und sie f&#252;rchten sich nicht vor S&#252;&#223;em. Ich war im letzten Sommer auf einer Fietstour am Niederrhein mit niederl&#228;ndischen Freunden, wir kehrten in einer Gastst&#228;tte ein und eine der niederl&#228;ndischen M&#228;dels bestellte sich einen Obstboden (ich glaube es war Erdbeer), nat&#252;rlich mit Sahne. Nach einem herzhaften Biss stellte sie entsetzt fest das der Kuchen, ebenso wie die Sahne, kaum ges&#252;&#223;t waren. F&#252;r Niederl&#228;nder ein Unding, schon gar nicht unges&#252;&#223;te Sahne.</p>
<p>Das &#8220;Biertje&#8221; hingegen ist bei M&#228;nnern beliebter, mit Heinecken haben die Niederl&#228;nder auch gleich einen der ber&#252;hmtesten Bierproduzenten der Erde im Land sitzen. Der weltweite, j&#228;hrliche Verkauf von Heinecken Bier umfasst einen guten Teil der gesamten Produktion aller Brauereien Deutschlands zusammen. Hingegen haben die Deutschen eine gro&#223;e Auswahl an unterschiedlichsten Brauereien, obwohl sich auch der deutsche Biergeschmack seit den Siebziger Jahren ver&#228;ndert hat, heute werden in der Mehrzahl austauschbare TV-Biere getrunken. Deutsche Biere sind im Ausland mit Ausnahme von Becks und mit Abstrichen auch Warsteiner eher unbekannt. Der Niederl&#228;nder trinkt sein Bier<em><strong>chen</strong></em> gerne aus &#8220;Fluitjes&#8221; (eigentlich Pfeife, ein Glas das ungef&#228;hr aussieht wie ein K&#246;lsch Glas) in einer Menge von 0,2 Litern. Von deutschen Touristen wird das Glas als Limonadengl&#228;schen bel&#228;chelt und sicher wenn man die Gr&#246;&#223;en aus Bayern gewohnt ist. W&#228;hrend Niederl&#228;nder leicht versch&#228;mt auf die 1-Liter-Bierkr&#252;ge schauen, man m&#246;chte ja wohl &#8211; aber sieht das nicht schwer nach V&#246;llerei aus. Da schl&#228;gt dann das protestantische Gewissen zu.</p>
<p>Daf&#252;r werden gerne deutsche Feste nachgefeiert. Oktoberfest beispielsweise, dazu Piratenmusik, so wird deutscher Schlager in den Niederlanden genannt. Denn der deutsche Schlager ist faktisch nicht existent im niederl&#228;ndischen, legalen Radio. Die Radio-Piraten (illegale, nicht offiziell lizensierte Sender, gibts in jedem Dorf und ist ein ausgesprochener Volkssport) spielen daf&#252;r gerne diese Musik. Und mit deutschem Schlager ist auch wirklich die &#252;belste Plastik-Schlager-Kacke gemeint die es auf Erden gibt. Melodien die sich immer &#228;hnlich anh&#246;ren und Texte am Rand der Debilit&#228;t, aber f&#252;r Nicht-Muttersprachler super zu interpretieren und Mitsingen. Niederl&#228;nder finden es faszinierend das es in der deutschen Stammesseele eine offensichtlich einzigartige, genetische Modifikation gibt. Sobald n&#228;mlich ein deutscher Schlager im Fernsehen gespielt wird f&#228;ngt der ganze Saal rythmisch an zu klatschen. Kikkes, sind doch gar nicht so trocken, die Deutschen. Ja, ja.</p>
<p><strong>Und Morgen:</strong> Von roten Wasserballons und der chinesischen Invasion</p>
<p><a href="http://www.dutchblog.de/kultur/lekka-middagessen/" target="_blank">Teil 1.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dutchblog.de/2009/03/03/von-bierchen-und-toetjes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lekka Middagessen</title>
		<link>http://dutchblog.de/2009/03/02/lekka-middagessen/</link>
		<comments>http://dutchblog.de/2009/03/02/lekka-middagessen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 07:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik, Bücher, Kunst & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Esskultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dutchblog.de/kultur/lekka-middagessen/</guid>
		<description><![CDATA[Deutsches Essen genie&#223;t in Europa nicht den besten Ruf, aber die Niederl&#228;nder haben auch nicht gerade eine Hochkultur des Essenszubereitung. Teil 1. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische Ess- und Trinkgewohnheiten. Vor kurzem war ich auf einem Gesch&#228;ftsessen mit einem Deutschen, er bestellte sich ein &#252;ppiges Mittagsmahl, w&#228;hrend ich, mittlerweile dem ausladenden, deutschen Mittagessen entw&#246;hnt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsches Essen genie&#223;t in Europa nicht den besten Ruf, aber die Niederl&#228;nder haben auch nicht gerade eine Hochkultur des Essenszubereitung.</strong>
<p align="center"><strong>Teil 1. einer Serie von Artikeln &#252;ber niederl&#228;ndische</strong> <strong>Ess- und Trinkgewohnheiten.</strong></p>
<p>Vor kurzem war ich auf einem Gesch&#228;ftsessen mit einem Deutschen, er bestellte sich ein &#252;ppiges Mittagsmahl, w&#228;hrend ich, mittlerweile dem ausladenden, deutschen Mittagessen entw&#246;hnt, nur eine klassische niederl&#228;ndische Mittagsversion bestellte: Suppe plus Mineralwasser und Kaffee. Niederl&#228;nder essen Mittags anders, Niederl&#228;nder essen &#252;ber den ganzen Tag verteilt Butterbrote. Hauchd&#252;nne Scheiben Aufschnitt oder K&#228;se auf Pampebrot, halbwegs kr&#228;ftige M&#228;nner schaffen es m&#252;helos ein solches Pampebrot von einem halben Meter L&#228;nge auf die Dicke einer deutschen Stulle zu dr&#252;cken. Dann wird aber viel Brot gegessen, sehr viel.</p>
<p>Am Anfang der Woche kann man sehen wie niederl&#228;ndische Hausfrauen einen halben Einkaufswagen bef&#252;llen mit den Brotvorr&#228;ten f&#252;r eine Woche. F&#252;r einen Deutschen sind das schier unglaubliche Mengen Brot. Morgens gerne belegt mit Hagelslag (bunte Zucker- oder Schokoladenstreusel, garantierte Geldbeschaffung f&#252;r Zahn&#228;rzte &#8211; aber lecker). Mittags dann ein S&#252;ppchen, gerne auch aus der T&#252;te oder dem Automaten im Pausenraum, aus diesem wird direkt auch noch praktischerweise ein &#8220;kopje koffie&#8221; gezapft, alles aus dem selben Automaten, praktisch halt. Nur am Abend zwischen 18 und 19 Uhr wird warm gegessen. Vor einigen Jahren a&#223;en die Niederl&#228;nder noch 16 Kilo mehr Gem&#252;se pro Kopf und Jahr, w&#228;hrend der Deutsche daf&#252;r 10 Kilo mehr Fleisch vertilgte.</p>
<p>Sehr sch&#246;n wird der Unterschied bei der Esskultur auch illustriert bei der unterschiedlichen Herangehensweise an die Kartoffel. In beiden L&#228;ndern ist die Kartoffel ein Nationalgericht, w&#228;hrend allerdings in Deutschland Kartoffeln in der festkochenden Version bevorzugt werden, sind in den Niederlanden die mehligkochenden Sorten der Renner. Denn Niederl&#228;nder sind Matscher, alles was ihnen unter die Gabel kommt wird zermatscht, mit zerkochtem Gem&#252;se vermischt, mit So&#223;e &#252;bergossen bis seine Beschaffenheit einem Zustand gleicht der eher seiner k&#246;rperlichen Ausfuhr statt seiner Einfuhr &#228;hnelt. Ein einziges Teller-Massaker. Niederl&#228;nder sind also Dr&#252;cker, w&#228;hrend Deutsche Stecher sind. In Deutschland wird die Kartoffel aufgespie&#223;t und anschlie&#223;end mit dem Messer noch etwas So&#223;e (mit winzigen Fleischst&#252;ckchen) auf die Gabelforke verteilt.</p>
<p>Das hat nat&#252;rlich historische Ursachen, Fleischverzehr galt in diesem prim&#228;r protestantischen Land als eitle Daseinsfreude, nur Sonntags gab es Fleisch &#8211; meistens Braten. Dieser Braten wurde v&#246;llig ausgekocht bis er in seine faserigen Bestandteile zerfiel, mit dieser Zubereitung hatte die Familie gen&#252;gend So&#223;e f&#252;r die kommenden Tage um den Rest der Woche am Abendtisch fr&#246;hlich matschen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Womit sich Niederl&#228;nder &#252;berhaupt nicht anfreunden k&#246;nnen sind Kl&#246;&#223;e, es will ihnen nicht in den Kopf das Kartoffeln erst quasi aufgel&#246;st werden sollen um anschlie&#223;end wieder in eine feste Form gebracht zu werden. Was soll das? Das wiederspricht der niederl&#228;ndischen, praktischen Einstellung zum Essen.</p>
<p><strong>Und Morgen:</strong> Joghurt aus Literverpackungen, Bier aus Limonadengl&#228;sern und warum es die besten niederl&#228;ndischen Tomaten in Deutschland gibt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://dutchblog.de/2009/03/02/lekka-middagessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
