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	<title>dutchblog.de &#187; Kreditkrise</title>
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		<title>Abgerechnet wird zum Schluss</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 07:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wouter Bos]]></category>

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		<description><![CDATA[Finanzminister Wouter Bos (PvdA) l&#228;&#223;t untersuchen ob die einzelnen Bundesl&#228;nder nicht &#252;ber zuviel (!) Geld verf&#252;gen. &#8220;Wir wussten schon l&#228;nger das die Provinzen (DE = Bundesl&#228;nder) reich sind&#8221;, sagte der Finanzminister in einem Interview mit der Tageszeitung AD. &#8220;Wir lassen nun untersuchen ob sie nicht zu reich sind, wenn der Staat Geld &#252;brig hat, geh&#246;rt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Finanzminister Wouter Bos (PvdA) l&#228;&#223;t untersuchen ob die einzelnen Bundesl&#228;nder nicht &#252;ber zuviel (!) Geld verf&#252;gen.</strong></p>
<p>&#8220;Wir wussten schon l&#228;nger das die Provinzen (DE = Bundesl&#228;nder) reich sind&#8221;, sagte der Finanzminister in einem <a href="http://www.ad.nl/binnenland/2697413/Onveilig_sparen_met_publiek_geld_is_van_de_zotte.html" target="_blank">Interview</a> mit der Tageszeitung AD. &#8220;Wir lassen nun untersuchen ob sie nicht <strong><em>zu</em></strong> reich sind, wenn der Staat Geld &#252;brig hat, geh&#246;rt dies zur&#252;ck zum B&#252;rger und es soll keineswegs in Risikoprojekte investiert werden&#8221;.</p>
<p>Hintergrund: Gestern wurde bekannt das Gemeinden und Bundesl&#228;nder so rund 250.000.000 Euro verloren haben &#8211; sie hatten das Geld auf Kacki-Schlechti-Bankis &#252;berwiesen, also auf isl&#228;ndische Banken.</p>
<p>Hey, es gab aber immerhin fast 2 Prozent mehr auf Tagesgeldkonten.</p>
<p>Ich wohne ja in Bauernland, voll Gr&#252;n, schon Morgens <del>Traktoren</del> riesige Unget&#252;me die mir auf die Eier gehen, die Stra&#223;e versperren und ansonsten h&#246;chst bedrohlich aussehen &#8211; besonders wenn ich den Eindruck habe das diese von Sechzehnj&#228;hrigen gefahren werden, aber ab f&#252;nf Nachmittags ist alles schlichtweg &#8230;still und einfach nur gr&#252;n. Fahrradreif! Kommen ja auch viele Touristen deswegen.</p>
<p>Na ja, worauf ich hinauswill ist Bauernschl&#228;ue, die Provinz Gelderland (die niederl&#228;ndische gr&#252;ne Aue) hat n&#228;mlich kein Geld &#252;berwiesen: Nichts, Nix, Nada! Ich kann mir das Gespr&#228;ch in etwa vorstellen, als es damals um die Geldanlage ging: &#8220;Wat? Welche Bank? Kennichnicht, nee, nee, tu dat mal alles auf die Rabobank (DE = Volksbank), da kenn ich den Jan, dat kloppt&#8221;.</p>
<p>Lesenswerter Artikel: <a href="http://www.ad.nl/binnenland/2697301/Hebzucht_leidde_tot_bankcrisis.html" target="_blank">Habsucht f&#252;hrte zur Krise</a> (NL)</p>
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		<title>Und noch eine Null: 200 Milliarden</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 06:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Fortis]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche war noch die Rede von 20 Milliarden Euro, gestern Abend wurde eine weitere Null drangegeben. Sagenhafte 200 Milliarden Euro f&#252;r die kriselnde Finanzindustrie. Dies gab Ministerpr&#228;sident Balkenende (CDA) bekannt und Finanzminister Bos (PvdA) schob hinterher, der B&#252;rger solle dies als Risikoversicherung sehen, diese w&#252;rde nur an &#8220;gesunde&#8221; Banken gegeben werden (Gibt es zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.dutchblog.de/wp-content/uploads/2008/10/geld50ziger-1.jpg" alt="Geld50ziger" width="240" height="171" align="left" /> <a href="http://www.dutchblog.de/finanzen/20-milliarden-fuer-den-markt/" target="_blank">Letzte Woche</a> war noch die Rede von 20 Milliarden Euro, gestern Abend wurde eine weitere Null drangegeben. Sagenhafte 200 Milliarden Euro f&#252;r die kriselnde Finanzindustrie.</strong></p>
<p>Dies gab Ministerpr&#228;sident Balkenende (CDA) bekannt und Finanzminister Bos (PvdA) schob hinterher, der B&#252;rger solle dies als Risikoversicherung sehen, diese w&#252;rde nur an &#8220;gesunde&#8221; Banken gegeben werden (Gibt es zur Zeit &#252;berhaup noch gesunde Banken?). Er w&#228;re aber beinahe sicher, das die komplette Summe nicht ausgezahlt werden m&#252;sste. Die gesetzgebende zweite Kammer unterst&#252;tzt die Regelung, hat aber noch Fragen die am heutigen Dienstag im Parlament behandelt werden.</p>
<p>Mit der niederl&#228;ndische Summe bel&#228;uft sich der europ&#228;ische Unterst&#252;tzungsfond auf 1 Billion Euro und es fehlen noch einige L&#228;nder, die aber bereits ihre feste Absicht bekundet haben. Der Finanzminister sagte auch klar, sollte mehr Geld ben&#246;tigt werden, w&#228;re er bereit den Fond aufzustocken. Im Ausgleich zur Finanzst&#228;rkung erh&#228;lt die Regierung Mitspracherecht bei den Banken.</p>
<p>Das ist der komplette Ausverkauf s&#228;mtlicher neoliberalen Phantastik und interessant ist auch das die Erfinder dieses Paket (die Engl&#228;nder) aus dem sozialliberalen Spektrum kommen, ebenfalls die Finanzminister aus Deutschland und den Niederlanden. Steckt da etwa ein Masterplan der Sozis dahinter? Eine sozialdemokratische Revolution mit einem simplen Federstrich ausge&#252;bt?</p>
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		<title>Fortis Untergang in Belgien</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 06:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Fortis]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele, die Rede ist von 500.000, Belgier hatten ihre Altersversicherung angelegt in Aktien der untergegangenen Fortis Bank. Diese galt in Belgien als fester Garant der Sicherheit, sozusagen als Volksaktie. Darunter nat&#252;rlich auch einiges an Schwarzgeld, der Vorsitzende des fl&#228;mischen Verbandes der Anteilsbesitzer (Vlaamse Federatie van Beleggers -VFB) Paul Huybrechts spricht von vielen tausend Telefongespr&#228;chen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele, die Rede ist von 500.000, Belgier hatten ihre Altersversicherung angelegt in Aktien der untergegangenen Fortis Bank. Diese galt in Belgien als fester Garant der Sicherheit, sozusagen als Volksaktie.<br />
</strong></p>
<p>Darunter nat&#252;rlich auch einiges an Schwarzgeld, der Vorsitzende des fl&#228;mischen Verbandes der Anteilsbesitzer (Vlaamse Federatie van Beleggers -VFB) Paul Huybrechts spricht von vielen tausend Telefongespr&#228;chen mit Menschen voller Wut, Trauer und Ungl&#228;ubigkeit. Das Familiensilber ist weg und sie k&#246;nnen noch nicht einmal etwas sagen, sie h&#228;tten halt besser aufpassen m&#252;ssen. Der Handel in Fortis Anteilen liegt zur Zeit still und es wird erwartet das nach der Splittung der Bank in einen (gesunden) niederl&#228;ndischen Anteil und dem (eher ungesunden) Durchverkauf an die franz&#246;sische BNP Paribas Bank das Schlimmste eintritt. Die belgische Konsumentenorganisation Test-Aankoop ermutigt die Menschen ihr Los publik zu machen, aber die Scham der Menschen &#252;ber ihre eigene Dummheit und Habgier verhindert dies.</p>
<p>Das ist schon merkw&#252;rdig, sollte man sein Verm&#246;gen und besonders die Alterssicherung nicht m&#246;glichst breit verteilen. Da haben Menschen ihr komplettes Verm&#246;gen in Fortis Anteile gelegt, das ist doch Irrsinn. Habgier schl&#228;gt Hirnzellen. Dieselben Menschen die damals fr&#246;hlich die &#220;bernahme der niederl&#228;ndischen ABN Amro Bank begr&#252;&#223;ten (ein Brocken der viel zu schwer war, aber im Nachhinein ist jeder schlauer) schauen heute ungl&#228;ubig ihrem investierten Kapital hinterher wie es im Abfluss versinkt. Und jeder sollte sich an die eigene Nase fassen,  Schadenfreude ist nicht angebracht, die Kreditkrise kann f&#252;r einige Menschen durchaus tragische Umst&#228;nde schaffen.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Quelle: <a href="http://www.volkskrant.nl/economie/article1076336.ece/Fortis-aandeel_was_het_familiezilver" target="_blank">Volkskrant</a></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Update:</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Manche haben ja den Schuss nicht geh&#246;rt, unglaublich mit welcher impertinenten Dreistigkeit manche Menschen durch die Welt wandeln:</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/697/313603/text/" target="_blank">Fortis und das Luxusdinner</a></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Dutchblog Artikel: <a href="http://www.dutchblog.de/finanzen/der-fall-der-fortis-bank/" target="_blank">Der Fall der Fortis Bank</a></span></p>
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		<title>20 Milliarden f&#252;r den Markt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 06:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wouter Bos]]></category>

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		<description><![CDATA[Der niederl&#228;ndische Staat pumpt 20 Milliarden Euro in den finanziellen Sektor. Finanzminister Wouter Bos (PvdA) will mit diesem Schritt &#8220;in ihrer Essenz gesunde Betriebe&#8221; sch&#252;tzen. Den Schockwellen der Kreditkrise kann sich zur Zeit kein Land entziehen und so k&#252;ndigte der Finanzminister gestern Abend eine erhebliche Finanzspritze f&#252;r den verunsicherten Finanzmarkt an. Mit dieser Ma&#223;nahme bleibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img src="http://www.dutchblog.de/wp-content/uploads/2008/10/boskrise.jpg" alt="BosKrise" width="225" height="262" align="left" />Der niederl&#228;ndische Staat pumpt 20 Milliarden Euro in den finanziellen Sektor. Finanzminister Wouter Bos (PvdA) will mit diesem Schritt &#8220;in ihrer Essenz gesunde Betriebe&#8221; sch&#252;tzen.</strong></p>
<p>Den Schockwellen der Kreditkrise kann sich zur Zeit kein Land entziehen und so k&#252;ndigte der Finanzminister gestern Abend eine erhebliche Finanzspritze f&#252;r den verunsicherten Finanzmarkt an.</p>
<p>Mit dieser Ma&#223;nahme bleibt das Finanzverm&#246;gen der Banken auf einem Niveau, das von der Staatsbank akzeptiert wird. Wie das Kapital zur Verf&#252;gung gestellt wird ist noch unklar, es sind aber verschiedene M&#246;glichkeiten vorstellbar. Pr&#228;sident Nout Wellink von De Nederlandsche Bank (Staatsbank) stellte klar das die Verf&#252;gungstellung des Kapital f&#252;r alle im Finanzsektor t&#228;tigen Unternehmen gilt, also auch f&#252;r Versicherungen ungeachtet ihrer Gr&#246;&#223;e.</p>
<p>Der Finanzminister l&#246;scht (zumindest versucht er es) das Feuer an allen Ecken. Nachdem er zuvor gereizt auf die Position der isl&#228;ndischen Regierung reagiert hatte, diese wollte das der niederl&#228;ndische Staat gerade steht f&#252;r Spareinlagen ihrer mittlerweile verstaatlichten Bank Icesave (toller Name, ziemlich d&#252;nnes Eis). Nach Pr&#252;fung durch Rechtsanw&#228;lte ist klar das Island f&#252;r Summen bis 20.000 Euro gerade steht, bei Summen bis 100.000 Euro kommen die Niederlande auf. Bos sagte: &#8220;von rechts oder links&#8221;, die B&#252;rger bekommen ihr Geld.</p>
<p>Wenn Nationen ihre Rechtsanw&#228;lte schon von der Leine lassen, dann herrscht &#8211; milde gesagt: Schei&#223;stimmung.</p>
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		<title>Der Fall der Fortis Bank</title>
		<link>http://dutchblog.de/2008/09/29/der-fall-der-fortis-bank/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 04:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[ABN-Amro]]></category>
		<category><![CDATA[Fortis]]></category>
		<category><![CDATA[Idioten in Nadelstreifen]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Habgier? Gr&#246;&#223;enwahn? Hybris? Oder die gute alte Dummheit? Der belgisch-niederl&#228;ndische Bank- und Versicherungskonzern Fortis hat sich &#252;bernommen. Und zwar deutlich. Das wichtigste zuerst: Der Stand um Mitternacht war folgender: Die Niederlande, Belgien und Luxemburg kaufen gro&#223;e Anteile an Fortis (= Verstaatlichung). Die Niederlande &#252;bernehmen 49 Prozent des Bank- und Versicherungskonzern und bezahlen 4,7 Milliarden Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img height="138" alt="fortislogo" src="http://www.dutchblog.de/wp-content/uploads/2008/09/fortislogo.jpg" width="235" align="left" />Habgier? Gr&#246;&#223;enwahn? Hybris? Oder die gute alte Dummheit? Der belgisch-niederl&#228;ndische Bank- und Versicherungskonzern Fortis hat sich &#252;bernommen. Und zwar deutlich.</strong></p>
<p>Das wichtigste zuerst:</p>
<p>Der Stand um Mitternacht war folgender: Die Niederlande, Belgien und Luxemburg kaufen gro&#223;e Anteile an Fortis (= Verstaatlichung). Die Niederlande &#252;bernehmen 49 Prozent des Bank- und Versicherungskonzern und bezahlen 4,7 Milliarden Euro daf&#252;r (NRC Handelsblad berichtet folgende Aufsplittung: Belgien 4,7 Milliarden, Niederlande 4 Milliarden, Luxemburg 2,5 Milliarden). ABN-Amro wird verkauft. Bislang nicht best&#228;tigt wurde das Ger&#252;cht, das die Bank ING f&#252;r 10 Milliarden Euro die ABN-Amro &#252;bernimmt. Die Spargelder w&#228;ren zu 100 % sicher (Ohweia, wenn Politiker schon &#246;ffentlich solche Aussagen zu Geh&#246;r bringen, dann brennt der Baum!).</p>
<p>&#8220;Es ist kein Zweifel m&#246;glich, Fortis geht nicht in den Konkurs&#8221;, das waren die letzten Worte von Herman Verwilst, bevor er als Chef des Konzern abgel&#246;st wurde. Am Donnerstag sank der B&#246;rsenkurs von Fortis um 20 Prozent. An der B&#246;rse ist die Fortis nur noch 13 Milliarden Euro wert, das ist nur etwas mehr, als die H&#228;lfte dessen, das Fortis bezahlt hat f&#252;r die &#220;bernahme von ABN-Amro (72 Milliarden Euro komplett, zusammen mit der Royal Bank of Scotland und der spanischen Banco Santander). Diese &#220;bernahme plus die amerikanische Kreditkrise hat dem Konzern voraussichtlich das Genick gebrochen. Erstickungstod durch &#220;berfressung.</p>
<p>Die Tageszeitung Trouw hat eine sch&#246;ne <a href="http://www.trouw.nl/nieuws/article1866873.ece/Fortis_verspeelde_vertrouwen_van_beleggers.html" target="_blank">&#220;bersicht</a> publiziert, hier einige Ausz&#252;ge:</p>
<p>Januar 2008: erste Ger&#252;chte das Fortis finanzielle Probleme hat, die niederl&#228;ndische Bank ABN-Amro zu &#252;bernehmen.</p>
<p>7. M&#228;rz: Bei der Pr&#228;sentation der Jahreszahlen wird deutlich das die amerikanische Kreditkrise den Konzern etwa 1,5 Miulliarden Euro kosten wird. Investierer werden gesucht.</p>
<p>19. M&#228;rz: der chinesische Versicherungskonzern Ping AN investiert 2,2 Milliarden Euro und kontrollieren danach 50 % der Abteilung Verm&#246;gensverwaltung.</p>
<p>5. Juni: Chef von Fortis sagt &#246;ffentlich, das die Gesch&#228;fte gut laufen w&#252;rden.</p>
<p>26. Juni: Fortis gibt bekannt, weitere 8 Milliarden Euro n&#246;tig zu haben, B&#246;rsenkurs nimmt Talfahrt auf.</p>
<p>15. Juli: der B&#246;rsenkurs sackt deutlich nachdem bekannt wird, das sich die staatliche Finanzaufsicht einschaltet.</p>
<p>September 2008: Ger&#252;chte &#252;ber kommenden Konkurs h&#246;ren nicht auf. Politik aus den Niederlanden und Belgien suchen nach einer strukturellen L&#246;sung (strukturelle L&#246;sung, Politiker Blabla f&#252;r: Wir haben keine Ahnung was wir tun sollen)</p>
<p>Randnotiz: 2007 wurde Fortis als bester Arbeitgeber von der Zeitschrift <a href="http://www.intermediair.nl/" target="_blank">Intermediair</a> ausgerufen. Dieser Anspruch wird sich sicherlich nicht halten lassen.</p>
<p>Was f&#252;r eine gigantische Geldvernichtung, obwohl, Geld wird ja nicht vernichtet; es wechselt nur die H&#228;nde.</p>
<p><strong>Update:</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich zog die Handelsweise der Regierung eine Debatte in der gesetzgebenden zweiten Kammer nach sich. Richtig gl&#252;cklich war keine Partei, aber um Vertrauen wieder herzustellen bei den Kunden, so Kees Vendrik von Gr&#252;n-Links, w&#228;re niemand besser geeignet als der Staat. Die gr&#246;&#223;te Oppositionspartei, die Sozialisten (SP) wollen aber das der Lohn der Topmanager deutlich sinkt, dar&#252;ber hinaus fragen sie sich, warum nur ein Anteil von 49 Prozent, wenn schon soviel Geld investiert wird, warum dann nicht 51 Prozent. Im gro&#223;en und ganzen sieht die Opposition den Rettungsplan aber als notwendigen Schritt an.</p>
<p><strong>Update 30.09.2008:</strong></p>
<p>Am sp&#228;ten Montagabend gab die ING Bank bekannt f&#252;r eine &#220;bernahme des Konkurrenten ABN-Amro nicht zur Verf&#252;gung zu stehen. Im Laufe des Montag verlor die ING an der B&#246;rse rund 18 Prozent ihres Wertes, die B&#246;rsianer bef&#252;rchteten das die ING f&#252;r eine &#220;bernahme sich verschulden m&#252;ssen und im Angesicht der momentanen Krise w&#228;re dies au&#223;erordentlich teuer. ABN-Amro versichert unterdessen am heutigen Dienstag in seitengrossen Anzeigen in allen Morgenzeitungen der Niederlande, die Bank w&#228;re gesund und h&#228;tte eine &#8220;selbstst&#228;ndige Position auf dem niederl&#228;ndischen Markt&#8221;.</p>
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